Ich möchte mit dieser Seite, abseits vom Grundthema meiner Seiten (Studio 89 und Barry Graves), an den Rias erinnern und die bisher erarbeiteten Seiten zum Thema Rias hier komprimiert anbieten. Es wird aber weiterhin kein Kompendium Rias hier geben. Diese Seite sollte lediglich als Ergänzung zu www.rias-berlin.com verstanden werden, die  Hauptanlaufpunkt bleiben soll!  Nedlog


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Alphaville Sendemanuskript von Uwe Wohlmacher Telex an den Rias, Live Aid


Alphaville Sendemanuskript von Uwe WohlmacherAlphaville Sendemanuskript von Uwe Wohlmacher


Lindenbergs Brief an HoneckerLindenbergs Jodel Lizenz


Kundlers Brief an Ideal 1982Kundler Brief an Ideal


RIAS Quartal 3/1975RIAS Quartal 3-1975


RIAS Quartal 1/1976RIAS Quartal 1-1976


RIAS Quartal compactRIAS Quartal Compact, 13 Seiten 31 MB!


Rias Berlin und die Amerikaner betrachtet von Herbert Kundler


Der Dudelfunk bröckelt!


rias 2 im Bild  vorgestellt,


Rias im Bild englisch & Text dt.


Neu! Videos jetzt auch auf Youtube


Interview, das ich 2001 mit Armin Amler (ehemals Rias Berlin jetzt Los Angeles) führte.

* Kommentar zu Rock over Rias

 

Geschichten um Rias 2 & Rias 2 1989


Heiße Nächte, Beitrag über Rock over Rias vom Der Spiegel 35/1975


Rik De Lisle präsentiert: The Sounds of The Great 88 AFN Berlin. Und er ist noch immer stolz auf seine kargen Ansagen? Mehr zur Geschichte des AFN.


Die Geschichte von Wolfgang Zieglers "Verdammt" und was der RIAS damit zu tun hatte.


Die Freiheitsglocke in Berlin Schöneberg (Kunstkopfstereophonie-Kopfhörer aufsetzen!)


Auszüge aus einem sehr interessanten Buch und tiefe Einblicke in die Struktur des RIAS mit dem Titel "Rotes Rockradio: populäre Musik und die Kommerziali-sierung des DDR-Rundfunks" von Edward Larkey  Hier erfährt man interne Regelungen, Abläufe und Anweisungen.


- Interessante Seite mit sehr vielen  Hör- beispielen zum Rias Berlin

- Lord Knud Ausschnitte aus Evergreens...

- Rias Jingles

- Rik De Lisle: Landeswelle Thüringen

- Rias Logo nach der Restauration

- Siegfried Schmidt Joos (1)

- Rias 2 vor 20 Jahren*

- Fünf Jahre rias 2, eine Pannenstatistik*

- Disco Radio Action mit Rik DeLisle*

*bei Ausfall der Links im neuen Monat erneut versuchen!


Schlager der Woche gilt als erste deutsche Hitparade. Von 1947-1985 wurden 1916 Sendungen produziert!

Das Ende des Senders Hof, das kurze Leben der Jugendwelle rias 2.

Der RIAS und der Treffpunkt näher beleuchtet

1.Rias 2 Remember Party 2002 in Hof


Nero Brandenburg zu studio89.de: "Wir haben damals noch RADIO mit HERZBLUT gemacht; jeder auf seine Weise. Nichts war FORMATIERT (gräßliches Wort)! WIR wollten unseren Hörern etwas mitteilen!!! Nicht wie heute: faseln, falsch sprechen, übers Wetter schwätzen und gebetsmühlen-artig trailern...Zeit und Station..."

Die Empfangsgebiete (Hochburgen) des Rias
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Moderatoren, Rias Berlin

Lord Knud heute
Mehr Rias gibt es bei Claus Bredel

Rias Berlin

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Radiostation (Textauszug)

Schon Ende 1945 hatte das amerikanische Hauptquartier beschlossen, das kommunistische Meinungsmonopol in Berlin zu brechen. Vom 21. November 1945 datiert ein Befehl von Colonel Westerfield, in Berlin einen amerikanischen Sender zu errichten. Das war technisch schwierig: Erst wurde das Drahtfunknetz wieder aktiviert, über das die Berliner im Kriege die Luftlagemeldungen empfangen hatten. Aber im ganzen US-Sektor gab es nur 500 Drahtfunkanschlüsse und 1000 Telefonanschlüsse. Trotzdem nahm der DIAS am 7. Februar 1946 in einem ehemaligen Postgebäude seine Sendungen auf – zunächst von 17 bis 24 Uhr. Über zwei Langwellenfrequenzen wurde das Programm in das Drahtfunknetz eingespeist.

Als im August 1946 ein neuer Vorstoß der Westmächte scheiterte, den Berliner Rundfunk für alle vier Besatzungsmächte zu übernehmen, installierte die amerikanische Regierung einen Mittelwellensender im Ortsteil Britz, dessen Technik aus dem alten deutschen Soldatensender Belgrad und Teilen eines ausrangierten US-Senders bestand. Die Sendeleistung betrug zwar nur 800 Watt, aber aus dem „Drahtfunk im amerikanischen Sektor“ (DIAS) war der „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ (RIAS) geworden, eine „freie Stimme der freien Welt.“

Erst Mitte der 50er Jahre beteiligte sich die Bundesregierung an den Kosten. Die deutschen Journalisten wurden in der ersten Zeit von amerikanischen Kontrolloffizieren genau beobachtet. So mussten die Texte aller Nachrichtensendungen vor Sendebeginn vorgelegt werden.

Im Programm von RIAS war viel Musik zu hören: Klassik, Unterhaltung und vor allem Musik, die in der Nazi-Zeit verboten war wie Jazz und Swing. 1947 wurde das RIAS-Symphonieorchester, das Kammerorchester und der Kammerchor gegründet, später das RIAS-Tanzorchester. Im Wortprogramm gab es objektive und ausgewogene Information, auch Interviews mit Ostzonen-Politikern wie Pieck und Grotewohl, aber auch ein Kinderprogramm: der berühmte Onkel Tobias fand sich erstmals am 6. Juli 1947 im Programm.

Am 25. Dezember 1948 war erstmals das berühmte Kabarett „Die Insulaner“ im RIAS zu hören, das bis 1964 im Programm blieb und zu einem Markenzeichen des Nachkriegsberlins und des RIAS wurde. Ab 1948 gab es die „RIAS-Kaffeetafel“ und das öffentlich tagende RIAS-Schulfunkparlament. Am 25. Dezember 1948 war erstmals die aus dem Titaniapalast im Bezirk Steglitz übertragene Kabarettsendung „Die Insulaner“ im RIAS zu hören. In den 70er Jahren wurde „Mit RIAS in die Ferien“ vom Platz der Republik vor dem Reichstag gesendet.
Am 06.07.1948 bekam RIAS sein eigenes Funkhaus in der Kufsteiner Straße 69, am 2. April 1993 in Hans-Rosenthal-Platz umbenannt. Das Programm lief nun rund um die Uhr. Am 1. November 1949 bekam RIAS in Hof in Bayern eine zweite Sendeanlage, die das Berliner Programm, das per Kabel durch die DDR nach Hof geleitet wurde, in den Süden der DDR ausstrahlte. Im Juli 1950 wurde die Sendeleistung auf 100 Kilowatt erhöht und ab Oktober 1950 sendete RIAS auf UKW.

Den Machthabern in Ostberlin war RIAS natürlich immer ein Dorn im Auge. In der DDR wurde RIAS-Hören zeitweise schwer bestraft und es gab Propagandasprüche wie: „Enten haben kurze Beine, RIAS hat besonders kleine“ oder „Der RIAS lügt – die Wahrheit siegt“ oder „Stellt Dein Nachbar RIAS ein, sag energisch: Lass’ das sein“ oder „Im RIAS kommt erst die Musik und dann die Hetze für den Krieg“ oder „Am Lügengift aus RIAS’ Munde ging mancher arme Tropf zugrunde“. Überall in der DDR wurden kleine, aber effektive Störsender gegen den RIAS installiert. Einer davon steht heute im Foyer am Fuße des Haupttreppenhauses im RIAS Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz. Am 7. März 1965 moderierte erstmals der unvergessene Hans Rosenthal das „Klingende Sonntagsrätsel“, das später als einzige RIAS-Sendung in das Programm des DeutschlandRadio übernommen wurde und heute von Christian Bienert betreut wird.

In den späten 60er Jahren bekam RIAS erstmals ernste finanzielle Probleme. Die Amerikaner wollten das Programm drastisch reduzieren und nur noch Nachrichten und Musik senden. Da griff Herbert Wehner, Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, ein. Das Ergebnis war 1971 das RIAS-Statut, das den Sender als amerikanische Einrichtung erhielt, den Bund aber verpflichtete, den größten Teil der Kosten zu tragen. Als Gegenleistung wurden die deutschen Mitarbeiter unter deutsches Arbeitsrecht gestellt. An der Spitze des Senders standen nun ein US-Chairman und sein Stellvertreter, deren wichtigste Aufgabe die Berufung eines deutschen Intendanten war. Die RIAS Mitarbeiter waren Angestellte des deutschen Intendanten und kamen mit Hilfe dieses Kunstgriffs in den Genuss des deutschen Arbeitsrechts.

Der in Deutschland in den 60er Jahren beginnende Siegeszug der modernen Popmusik führte zur Einrichtung immer größerer Sendeplätze für den Jugendfunk, verbunden mit den Namen Richard Kitschigin, Nero Brandenburg, Gregor Rottschalk, Olaf Leitner, Barry Graves und dem legendären RIAS-„Treffpunkt“. Die auch für die westdeutschen Anstalten revolutionären Marathon-Sendungen „Rock over RIAS“(1975-ca.1985) – sie umfassten die Abend- und Nachtstunden einer ganzen Programmwoche – führten in der DDR in kürzester Frist zum Ausverkauf von Leerkassetten.

Nach einer Programmreform startete am 30. September 1985 auf der Welle des Zweiten Programms, das schon am 01.11.1953 für Wiederholungen etc. eingeführt worden war, das junge Programm von RIAS 2.

Das Ende von RIAS Berlin wurde eingeleitet mit dem Mauerfall am 9. November 1989. Am 3. Oktober 1990, mit der offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands, endete die amerikanische Oberhoheit. Am 25. Juni 1992 beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder, RIAS 1, DeutschlandFunk und DS-Kultur in einen nationalen Hörfunk zu überführen. RIAS 2 wurde ausdrücklich davon ausgenommen und sendet seit dem 1. Juni 1992 als der Berliner Privatsender R.S. 2, der sich ausschließlich durch Werbung finanziert. Im Dezember 1993 unterschrieben die Vertreter Thüringens als Letzte den Staatsvertrag über DeutschlandRadio, das heute mit zwei Programmen aus Berlin (DeutschlandRadio) und Köln (DeutschlandFunk) zu hören ist.

RIAS Berlin, die freie Stimme der freien Welt, verstummte für immer am 31. Dezember 1993 um Mitternacht. Am 1. Januar 1994 tritt das Berliner Programm des DeutschlandRadios die Nachfolge von RIAS Berlin an, produziert weiterhin im traditionsreichen RIAS Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz, auf dessen Dach das denkmalgeschützte RIAS Zeichen weithin sichtbar ist.

Der komplette Text ©® von Dietrich von Thadden, Nachrichten-Chef, ergänzt durch Nedlog





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